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Cybersecurity 101

Sicher im Internet

Ob gefälschte Webseiten, Phishing-Mails oder unsichere QR-Codes – hier lernst du die wichtigsten Tricks der Angreifer kennen und wie du dich einfach und effektiv schützt.

Legende

Empfehlung = Das solltest du tun.   Warnung = Das solltest du vermeiden.

Gefälschte Webseiten erkennen

So entlarvst du Phishing-Seiten auf den ersten Blick

URL genau prüfen

✓ Empfehlung

Schau dir die Webadresse in der Browserleiste ganz genau an. Angreifer nutzen Tippfehler wie „paypa1.com" statt „paypal.com" oder fügen Subdomains ein: „paypal.login.evil.com" – hier ist die echte Domain „evil.com", nicht PayPal.

paypa1.com / paypal.evil.compaypal.com

Schloss-Symbol & HTTPS

✓ Empfehlung

Eine sichere Verbindung erkennst du am 🔒 in der Adressleiste und an „https://" am Anfang der URL. Achtung: HTTPS bedeutet nur, dass die Verbindung verschlüsselt ist – nicht dass die Seite vertrauenswürdig ist!

Schlechte Grammatik & Rechtschreibfehler

⚠ Warnung

Viele Phishing-Seiten sind schlecht übersetzt. Ungewöhnliche Satzstellungen, Rechtschreibfehler oder komische Formulierungen sind ein deutliches Warnsignal.

Extreme Dringlichkeit & Drohungen

⚠ Warnung

„Dein Konto wird in 24 Stunden gesperrt!" oder „Du hast gewonnen, handle jetzt!" – diese Taktiken sollen dich unter Druck setzen. Seriöse Unternehmen arbeiten nicht mit solchen Methoden.

Fehlende Kontaktinfos

⚠ Warnung

Seriöse Webseiten haben ein Impressum, eine Datenschutzerklärung und erreichbare Kontaktdaten. Fehlt das alles – Finger weg!

Design & Logo-Qualität

✓ Empfehlung

Phishing-Seiten kopieren oft das Design bekannter Marken, aber die Logos sind pixelig, Farben stimmen nicht ganz oder das Layout wirkt seltsam verschoben.

QR-Code Sicherheit

Warum QR-Codes besonders gefährlich sein können

Du siehst nicht, wohin der QR-Code führt

⚠ Warnung

Im Gegensatz zu Links kannst du einen QR-Code nicht „überfahren" und die URL vorab prüfen. Deshalb sind QR-Codes ein beliebtes Angriffsmittel – du scannst blind.

URL vor dem Öffnen prüfen

✓ Empfehlung

Die meisten Scan-Apps zeigen dir die URL an, bevor sie geöffnet wird. Nimm dir kurz Zeit, die Adresse zu lesen. Noch besser: Nutze ScanItSafe.de, um sie auf Malware zu prüfen!

Aufgeklebte QR-Codes in der Öffentlichkeit

⚠ Warnung

Kriminelle kleben manchmal gefälschte QR-Code-Aufkleber über echte Codes – z. B. auf Parkautomaten, Restaurantmenüs oder in Bahnen. Prüfe immer, ob der Code wirklich zum Standort passt.

QR-Codes in E-Mails

⚠ Warnung

Phishing-E-Mails nutzen QR-Codes, weil Anti-Spam-Filter URLs erkennen, aber keine Bilder analysieren. Scanne niemals QR-Codes aus unerwarteten E-Mails.

Immer mit ScanItSafe.de prüfen

✓ Empfehlung

Bevor du eine unbekannte URL aus einem QR-Code öffnest, kopiere sie und lass sie hier von VirusTotal analysieren. Nur eine Sekunde Vorsicht kann sehr viel verhindern.

E-Mail-Sicherheit & Phishing-Schutz

Die häufigste Angriffsmethode – und wie du dich dauerhaft schützt

Unerwartete Nachrichten von Banken & Diensten

⚠ Warnung

Deine Bank, PayPal oder Amazon schickt dir keine unaufgeforderten E-Mails mit der Bitte, dein Passwort einzugeben. Gehe immer direkt über die offizielle Webseite, nicht über den Link in der E-Mail.

Absender-Adresse genau prüfen

✓ Empfehlung

Der Anzeigename kann beliebig gesetzt werden. Prüfe die tatsächliche E-Mail-Adresse: „service@paypal.com" ist echt, „service@paypal-sicherheit.de" oder „noreply@paypa1.com" sind Fakes.

Anhänge von Unbekannten

⚠ Warnung

Öffne niemals Anhänge von unbekannten Absendern – auch wenn die E-Mail harmlos klingt. ZIP-Dateien, Word-Dokumente oder PDFs können Malware enthalten.

„Paketbenachrichtigung" ohne Bestellung

⚠ Warnung

Eine sehr verbreitete Masche: Du bekommst eine Sendungsverfolgung, obwohl du nichts bestellt hast. Hinter dem Link verbirgt sich oft Malware.

Im Zweifel: Direkt beim Anbieter anrufen

✓ Empfehlung

Wenn du unsicher bist, ob eine E-Mail echt ist, rufe den Kundendienst des Unternehmens direkt an – über die Nummer auf der offiziellen Webseite, nicht aus der E-Mail.

Sicheres E-Mail-Konto: Proton Mail

✓ Empfehlung

Normale E-Mail-Anbieter (Gmail, GMX, …) lesen deine E-Mails oder werten sie für Werbung aus. Proton Mail verschlüsselt alle E-Mails Ende-zu-Ende – selbst Proton kann sie nicht lesen. Schweizer Datenschutzgesetze, Open Source, Zero-Knowledge. Dein Posteingang gehört dir.

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E-Mail-Aliasse: Deine echte Adresse bleibt geheim

✓ Empfehlung

Statt deine echte E-Mail-Adresse überall einzugeben, nutze für jeden Dienst eine eigene Wegwerf-Adresse (Alias). Wirst du dann plötzlich mit Spam bombardiert, weißt du sofort: Dieser Dienst wurde gehackt oder hat deine Daten verkauft. Den Alias einfach löschen – fertig. Ich empfehle addy.io: kostenlos, Open Source, unbegrenzte Aliasse.

Eigene Domain kaufen – volle Kontrolle für immer

✓ Empfehlung

Mit einer eigenen Domain (z. B. deinname.de) bist du von keinem Anbieter mehr abhängig. Du kannst E-Mails darüber mit Proton Mail empfangen, Aliasse über addy.io erstellen und alles komplett unter deiner Kontrolle behalten. Domains gibt es schon ab ~1–2 €/Jahr. Empfehlung: Hetzner – günstig, zuverlässig, DSGVO-konform und in Deutschland gehostet.

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Passwörter & Konten schützen

Grundlagen für starke Sicherheit

Starke, einzigartige Passwörter

✓ Empfehlung

Nutze für jeden Dienst ein eigenes Passwort. Mindestens 12 Zeichen, mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Ein Passwort-Manager nimmt dir die Arbeit komplett ab – ich nutze und empfehle Proton Pass: Ende-zu-Ende-verschlüsselt, Open Source, und von den Machern von ProtonMail.

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2-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren

✓ Empfehlung

Aktiviere überall wo möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Selbst wenn jemand dein Passwort kennt, kommt er ohne den zweiten Faktor (z. B. Code per App) nicht rein.

Passwörter wiederverwenden

⚠ Warnung

Dasselbe Passwort für mehrere Dienste zu nutzen ist gefährlich. Wird ein Dienst gehackt, versuchen Angreifer sofort, die Zugangsdaten bei anderen Diensten einzusetzen (Credential Stuffing).

Passwörter im Browser speichern (auf fremden Geräten)

⚠ Warnung

Speichere Passwörter niemals auf öffentlichen oder fremden Computern. Auf deinem eigenen Gerät ist der Browser-Passwort-Manager grundsätzlich in Ordnung.

Regelmäßig auf Datenlecks prüfen

✓ Empfehlung

Prüfe unter haveibeenpwned.com, ob deine E-Mail-Adresse in bekannten Datenlecks aufgetaucht ist. Falls ja, ändere das betroffene Passwort sofort.

Sicher im öffentlichen WLAN

Was du im Café, Bahnhof & Hotel wissen musst

Offene WLANs ohne VPN

⚠ Warnung

Öffentliche WLANs sind unverschlüsselt – jeder im selben Netzwerk kann deinen Datenverkehr mitschneiden. Nutze ein VPN oder vermeide sensible Aktivitäten wie Online-Banking.

Fake-Hotspots (Evil Twin)

⚠ Warnung

Angreifer erstellen gefälschte WLAN-Netzwerke mit harmlosen Namen wie „CafeWifi_Free". Wenn du dich verbindest, läuft dein Traffic durch den Angreifer.

Mobile Daten statt öffentlichem WLAN

✓ Empfehlung

Für sensible Tätigkeiten (Banking, E-Mail) ist das mobile Datennetz deines Providers deutlich sicherer als öffentliches WLAN. Nutze lieber den Hotspot deines Handys.

VPN verwenden

✓ Empfehlung

Ein VPN (Virtual Private Network) verschlüsselt deinen gesamten Internetverkehr und schützt dich besonders in öffentlichen WLANs. Meine Empfehlung: Mullvad VPN – keine E-Mail-Registrierung, keine Logs, anonyme Zahlung möglich (auch Bar-Geld per Post), Open Source und für nur 5 €/Monat. Wer echten Datenschutz will, kommt an Mullvad kaum vorbei.

Geräte & Software

Updates, Apps & grundlegende Hygiene

Betriebssystem & Apps aktuell halten

✓ Empfehlung

Sicherheitsupdates schließen bekannte Lücken, über die Angreifer eindringen können. Aktiviere automatische Updates für Betriebssystem und Apps.

Apps aus inoffiziellen Quellen

⚠ Warnung

Lade Apps nur aus dem offiziellen App Store (iOS) oder Google Play Store (Android). Sideloading – also das Installieren von APK-Dateien aus dem Internet – ist ein erhebliches Sicherheitsrisiko.

Bildschirmsperre aktivieren

✓ Empfehlung

Aktiviere eine PIN, ein Muster oder biometrische Entsperrung auf deinem Smartphone. Wird es gestohlen, sind deine Daten sonst sofort zugänglich.

Altes, nicht mehr unterstütztes Betriebssystem

⚠ Warnung

Windows 7, ältere Android-Versionen oder iOS-Versionen ohne Support bekommen keine Sicherheitspatches mehr. Du bist dann dauerhaft bekannten Schwachstellen ausgesetzt.

QR-Code gefunden?

Bevor du einen unbekannten QR-Code öffnest, lass die URL von ScanItSafe.de kostenlos und in Sekunden prüfen.

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Diese Tipps dienen zur allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine professionelle Sicherheitsberatung. Cybersicherheit entwickelt sich ständig weiter – bleib immer auf dem neuesten Stand.